Donnerstag, 11. Mai 2017

Mallorca und die Feigenmarmelade.




Ach Mallorca, wie sehr werde ich dich vermissen. Eigentlich ist es Tradition bei uns. Seit über zehn Jahren fliegen wir mindestens einmal auf unsere Lieblingsinsel. Oma, Opa, Onkel, Nichte und Neffe - alle sind dabei. In diesem Jahr haben wir uns für ein neues Reiseziel entschieden - Apulien. Ich bin schon sehr gespannt! Dennoch schaue ich etwas wehmütig auf die Bilder unserer letzten Mallorca Reise.

Wir hatten eine wunderbare Finca. Wir durften bei Tomeu Ventayol zu Gast sein - ein Künstler, der viel Geschmack und Liebe in die Sanierung des wunderschönen Hauses gesteckt hat. Die Finca Son Pastor findet man in Artá. Ein kleines Städtchen im Norden der Insel - bekannt für seine Galerien und den schönen Markt. Das großzügige Haus ließ unsere Herzen höher schlagen. Die Kinder hatten auf dem großen Grundstück mit all seinen alten Olivenbäumen viel zu erkunden. Der Pool wurde sowieso sofort beschlagnahmt. Der Außengrill lud zu gemütlichen Abenden ein und die großzügige Küche erlaubte viele Experimente mit den regionalen Zutaten vom Markt. 



















Zum Glück wurden auf der Insel gerade noch die letzten Feigen geerntet. Grund genug, daraus eine herrliche Marmelade zu kochen. Und so geht's: 

Feigenmarmelade

1,5 kg frische Feigen
Saft von 3 Zitronen
500 gr Gelierzucker 3:1

Die Feigen und den Zitronensaft langsam aufkochen bis die Feigen gut zerfallen sind und ein schönes Mus entsteht. Vorsicht! Die Feigen können schnell anbrennen. Also gut rühren. Dann kommt der Gelierzucker hinzu. Die Marmelade gut aufkochen lassen - das Rühren nicht vergessen. Zu guter letzt die Marmelade in sterilisierte Schraubdeckelgläser füllen und auf dem Kopf gestellt abkühlen lassen. Fertig!





Meine persönlichen Highlights auf Mallorca?

Ganz früh am Morgen im Mercat de l'Olivar in Palma ankommen und in der Fischhalle mit einem Gläschen Cava in der Hand den Tag begrüßen. Und wenn man schon mal da ist, kann man den einen oder anderen fangfrischen Fisch für das Abendessen einkaufen.

Die Strände? Die Cala Major in in Palma, Sa Calobra und Es Trenc sind meine Favoriten.

Wenn man schon einmal in Es Trenc ist, sollte man unbedingt an den Salinas d'Es Trenc halten und Salz kaufen. Eine Delikatesse! Die Salzhügel sieht man schon aus der Ferne.

In Sóller sollte man unbedingt am Samstag den Markt besuchen. Oder in Artá (Dienstag). Oder in Santanyi (Mittwoch). Einfach treiben lassen (und vielleicht die eine oder andere Basttasche kaufen).

In Sóller solltet ihr dringend ein Eis bei Fet à Sóller probieren. Besonders natürlich das Orangeneis!

Das kleine Städchen Deià hat es mir sehr angetan. Einfach ins Café setzen und das Gesicht in die Sonne halten. Traumhaft!

Ein weitere Programmpunkt jeder unserer Mallorca Reisen: die Glasbläserei Gordiola.

Ach Mallorca, ich werde dich in diesem Jahr sehr vermissen! Aber wir kommen wieder. Versprochen!!! 













Samstag, 8. April 2017

Bärlauchfest.


Man muss die Feste feiern wie sie fallen - finde ich. Der Frühlingsbeginn ist ja schon für sich ein großes Fest. Endlich ist es wieder heller. Überall wird es grün und die Gartensaison startet wieder. Jedes Jahr freue ich mich, wenn der erste Schnittlauch seine grünen Spitzen zeigt. So ein Genuss - eine super frische Scheibe Brot mit Butter, Schnittlauch und einer Prise Salz. Köstlich!

Noch größer ist meine Freude über den ersten Bärlauch. Mit diesen tollen Blättern kann man so viel anstellen, es wächst überall und die Gerichte sind einfach zubereitet. Der große Haken: Bärlauch gibt es nur für wenige Wochen. Also sollte man sich schnell einen großen Vorrat anlegen, um auch später im Jahr von diesem tollen Kraut etwas zu haben.

In diesem Jahr haben wir den Start der Bärlauchsaison kräftig gefeiert. Unser Freund Benni hat eine tolle Stelle zum Sammeln ausfindig gemacht und fast anderthalb Kilo Bärlauch gepflückt. Das war grandios! Also schnell Gäste einladen, Getränke kalt stellen und den Grill entstauben! Gemeinsam haben wir Bärlauchbutter, Pesto und Gewürzsalz hergestellt. Dazu gab es Rinderfilet vom Grill und besten Gin Tonic. Gemeinsam Kochen, Grillen, Essen und die halbe Nacht Durchtanzen - der Abend war perfekt!

Und hier kommen die Rezepte. Also ran an das Kraut - noch wächst es überall! 

 

 

 

 








Bärlauchpesto 

für ein Glas:
2 EL gehackte Mandeln, in der Pfanne leicht geröstet
100 g frischer Parmesan, gerieben
2 Handvoll Bärlauchblätter
1 TL Salz

Bärlauchpesto geht im Standmixer superschnell. Natürlich kann man es per Hand zubereiten, so wie in diesem Video. Also, egal auf welchem Weg - hackt die Bärlauchblätter klein. Dazu kommen dann das Olivenöl, die Mandeln, der Teelöffel Salz und der geriebene Parmesan. Alles gut vermengen, in ein gut verschließbares Glas geben und komplett mit Olivenöl bedecken. Das fertige Pesto hält sich im Kühlschrank etwa eine Woche. 


Bärlauchbutter 

250 g zimmerwarme Butter
1 Bund Bärlauch
feiner Zitronenschalenabrieb von 2 unbehandelten Zitronen
Salz und Pfeffer

Die gewaschenen und gut getrockneten Bärlauchblätter sehr fein hacken. Gebt den Zitronenabrieb und den Bärlauch zur Butter und vermengt alles bis eine glatte Masse entsteht. Würzt die Butter mit Salz und Pfeffer ab.

Die Butter ist ganz phantastisch auf frischem Brot, warmen Baguette oder auf gegrilltem Fleisch.

Ich habe gleich die dreifache Menge gemacht und die Butter portionsweise eingefroren. So kann sie den ganzen Sommer zum Grilleinsatz kommen. 


Bärlauchsalz 

1 kg bestes Meersalz
100 g Bärlauchblätter

Die gewaschenen und gut getrockneten Bärlauchblätter sehr, sehr fein hacken und dann gut mit dem Salz vermengen. Gebt die ganze Mischung auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech und lasst sie sehr gut trocknen. Macht das auf jeden Fall draußen. Der Geruch ist fürchterlich. Aber am Ende ist das Salz super lecker. Damit lässt sich allerhand würzen, zum Beispiel Grillfleisch oder Kartoffeln in Salzkruste.

Mittwoch, 29. März 2017

Fundstück der Woche mit Suchtpotenzial: Karamell von Frl. Diehl.


Karamell, wie sehr ich dieses samtige, süße Gold liebe! Und das in all seinen Facetten. Entweder als Karamellsoße, als Karamellbonbons, als Eis oder Brotaufstrich. Ich komme daran einfach nicht vorbei. Nur leider findet man gute Karamellprodukte sehr selten. Im Supermarkt bin ich noch nie fündig geworden. Selbst in Feinkostläden ist es schwierig. Aber zum Glück - und was für ein Glück - bin ich über den hübschen kleinen Onlineshop von Frl. Diehl gestolpert. In ihrer kleinen Karamellwerkstatt in der Koblenzer Vorstadt zaubert sie die allerfeinsten Köstlichkeiten. Wieso und wie? Frl. Diehl's kleine Geschichte geht so:

Karamell - immer und überall Karamell
 

Jeden Urlaub ist es das Gleiche: Ob im kleinen Bergdorf in Frankreich oder im schwedischen Stockholm: Man findet Karamell auf jedem Wochenmarkt und in kleinen Süßigkeitenlädchen: Feines, weiches Karamell - mit Salzgeschmack, mit Kaffee, mit Zimt, mit - wo soll man anfangen und aufhören? Und dann stellt man zu Hause fest, dass die Karamellbonbons hier entweder steinhart oder bröckelig wie trockener Sand sind. Und dabei könnte es doch so schön sein, wie früher: Karamellbonbons wie bei der Oma. Warum gibt es das nicht mehr so?

 

…und da sind sie wieder die Erinnerungen von früher - am Küchentisch die Beine baumeln lassen, das Butterbrotpapier raschelt beim Aufwickeln, wird schnell die Hosentasche gestopft und die Bonbons sind herrlich weich und zerfließen auf der Zunge mit einem warmen Vanille-Karamellgeschmack. Wie macht man denn eigentlich Karamell? Das Karamell von Frl. Diehl besteht aus nur vier einfachen und unverfälschten Bestandteilen: Zucker und echte Butter für den goldig-warmen Karamellton, Sahne und hochwertige Glukose für die weiche und schmeichelnde Konsistenz und die einzigartigen Gewürze und flockiges Meersalz von Pfeffersack & Söhne für den letzten Schliff. Mehr braucht man nicht und mehr darf es auch nicht sein.
 

Karamell kochen ist eine langsame Kunst
 

Langsam rühren & im Kupfertopf brodeln lassen bis der Zucker golden ist, warten, rühren, warten und dann mit viel Erfahrung und Geschick den Moment abpassen, bis die Masse in großen Blasen blubbernd endlich die richtige Konsistenz und Temperatur hat. Vorsichtig in die Form gießen und über Nacht erkalten lassen - auch Bonbons brauchen ihre Ruhe - schneiden und einzeln wickeln. Viel Arbeit und Mühe stecken in jedem einzelnen Bonbon und das schmeckt man auch. 

Und so hat Frl. Diehl lange ausprobiert und getestet und ehrlich gesagt haben sich ihre Freunde als (freiwillige) Tester am meisten gefreut. Mit dem Ergebnis sind sie unendlich zufrieden - und die Freunde gibt es auch noch.

 

Leckeres zu kaufen gibt es allerlei. Von einem traumhaften Aufstrich, leckerem Müsli bis hin zu den klassischen Bonbons in überraschenden Geschmacksrichtungen ist alles dabai. Schaut einfach mal im Shop vorbei! Einen kleines Extra hat Frl. Diehl auch noch für euch: Gebt den Code KCS84D bei eurer Bestellung im Textfeld an und sie packt pro Tüte Karamellbonbons 20 Prozent mehr Köstlichkeiten ein. Aber Vorsicht! Suchtgefahr!!! Und sagt nicht, ich hätte euch nicht gewarnt!

Freitag, 10. März 2017

Thailand - so schön und so unfassbar LECKER!

Blickt man derzeit aus dem Fenster, scheint der Frühling zwar schon laut anzuklopfen aber irgendwie will der Winter noch nicht ganz weichen. Diese Zeit ist für mich die längste im Jahr. Ungeduldig warte ich auf die ersten warmen Sonnenstrahlen. Und wenn sie nicht kommen wollen, dann plane ich mir den nächsten Urlaub und damit den Sommer eben herbei. Wisst ihr schon, welches Fleckchen Erde ihr in diesem Jahr entdecken wollt? Wie wäre es mit Thailand? Im vergangen Sommer haben wir dieses unglaubliche Land für uns neu entdeckt. Gemeinsam mit den Kindern folgten wir der Route, die wir vor knapp 15 Jahren schon einmal genommen haben.

Diese Route führte uns zunächst nach Bangkok, diese quirlige Stadt mit all ihrem Tuk Tuk-Geknatter, ihren Gerüchen und Farben, ihrer Hektik. Von Bangkok ging es nach Chiang Mai, der heimlichen Hauptstadt der Kultur, Tempel und echten Thai Küche. Als Transportmittel haben wir uns für den Nachtzug entschieden. Um 18 Uhr geht's los und morgens um sechs Uhr ist man da. Zwischendurch schläft man wie ein Baby oder lauscht dem beruhigenden Dedum - Dedeum - Dedeum der Waggons auf den Schienen.

 
Der Norden Thailands ist wunderschön. Na ja, diesen Satz werdet ihr zum Süden gleich nochmal hören! Aber es ist einfach so. Urwälder zum Wandern, Kultur für den Blick über den Tellerrand, Abendteuer oder vollkommende Entspannung im Kloster - im Norden kann man einfach alles haben. Am meisten habe ich mich auf die gute Küche gefreut. Nichts geht über Papayasalat, grüne und rote Currys oder Khao Soy - ein besonders Curry, das man hauptsächlich hier im Norden findet. Perfekter Ausgangspunkt für einen Kochkurs also. Nur leider passte es hier noch nicht wirklich in unseren Zeitplan, eine der unzähligen Kochschulen zu besuchen. Ich musste mich noch etwas gedulden.


Per Flugzeug ging es nämlich weiter nach Krabi und von hier aus zu meinem absoluten Traumstrand - Hat Rai Leh. Hier zeigt sich Thailand postkartengleich schön. Weiße Strände, grüne Klippen und auf dem kristallklarem Wasser schaukeln verträumt die Longtail Boote mit ihrem farbenfrohen Schmuck. Auch wenn die Regenzeit uns einige Male mit heftigen Gewittern zeigte, was sie kann - die Zeit hier war so unfassbar schön und viele zu kurz.



Unsere letzte Station war Koh Samui. Sicherlich nicht die schönste Insel des Landes aber für uns recht praktisch. Von hier aus konnten wir bequem den Flieger zurück nach Bangkok und schließlich nach Hause nehmen.

Und auf Koh Samui war es dann endlich so weit - ich durfte mich in der Thai Küche einmal kräftig austoben. In der unglaublich schönen KochschuleIsland Organics von Lat und dem australischen Fotografen Cam. Hier kocht man nicht nur die authentische Thaiküche - man bekommt einen umfassenden Einblick in die Kräuter- und Gemüsevielfalt Thailands gleich noch dazu. Lat und Cam haben mit viel Mühe und Ausdauer einen wunderbaren Biogarten angelegt. Eine tolle und spannende Geschichte von einem großen Vorhaben!

Wir haben verschiedene Currypasten zubereitet, Kokosnussmilch selber gemacht und phantastische Speisen hergestellt. Spicy Thai Ginger und Tofu, Salat auf würzigem Schweinehackfleisch - und zu meiner großen Überraschung und Freude die herrliche Nudelsuppe, die eigentlich in Chiang Mai zu Hause ist: Khao Soy.   















 

Und hier kommt das Rezept für Khao Soy. Wer alle anderen Gerichte auch nachkochen möchte, findet hier die Originalrezepte. Nom, nom, nom...


Khao Soi Gai - Nudelsuppe mit Huhn und Khao Soi Currypaste


Das benötigt man für 1 - 2 Portionen: 

Für die Khao Soi Currypaste 
3 getrocknete Chilis
1 TL Koriander Samen
5 cm Korianderwurzel
2,5 cm Gelbwurz (Kurkuma)
2,5 cm Thai Ingwer
1 rote Zwiebel
5 kleine Knoblauchzehen
1 TL zerstoßene braune Kardamomkapseln 

Für die Suppe 
50 ml Kokosnusscreme
200 ml Kokosnussmilch
1 Hühnerbrust, in dünne Streifen geschnitten
2 TL Palmzucker
2 Spritzer Fischsauce (nach Geschmack)
1 TL Soja Sauce
Eine Handvoll frische asiatische Eiernudeln zum kochen
Eine Handvoll frische asiatische Eiernudeln zum frittieren
Pflanzenöl oder Kokosnussöl zum frittieren

Zum servieren 
Frische Korianderblätter
1 - 2 Frühlingszwiebel, in dünne Scheiben geschnitten
1 Rote Zwiebel, in dünne Scheiben geschnitten
Etwas Chili Öl 

Und so geht’s:

Currypaste 

  1. Die Chilis und Korianderwurzel in kleine Stücke schneiden. 
  2. Gib alle Zutaten bis auf die Kardamomkapseln ohne Öl in einen Wok und schwitze alles für etwa fünf Minuten an, dabei ständig rühren. 
  3. Gib die Zutaten aus dem Wok in einen schweren Mörser und verarbeite alles zu einer Paste. 
  4. Füge nun noch die Kardamomkapseln hinzu und reibe weiter, bis auch die Kapseln zu Paste geworden sind.
Suppe 
  1.  Gib die Kokosnussc hinzu, verrühre alles und lass das Ganze leicht aufkochen.
  2. Füge das Hähnchen und die Kokosnussmilch hinzu. 
  3. Koche alles circa fünf Minuten, bis das Hühnchen gar ist. 
  4. Würze die Suppe mit Palmzucker, Salz oder Fischsauce und Sojasauce nach Geschmack ab. 
  5. Koche die erste Handvoll Nudeln bis sie al dente sind. 
  6. Gib ein klein wenig Öl zu den fertigen Nudeln, damit sie nicht verkleben. 
  7. In eine Pfanne kommt nun jede Menge Öl zum frittieren (Pflanzenöl oder Kokosnussöl, falls vorhande).
  8. Wenn das Öl richtig heiß ist, kommt die zweite Handvoll Nudeln hinzu. Lass die Nudeln frittieren, bis sie sich langsam golden färben. Vorsicht! Das Öl kann spritzen.
  9. Nimm die Nudeln mit einer Schöpfkelle rasch aus dem Öl und lass sie auf einem Küchentuch abtropfen.

Zum anrichten 
  1. Gib die gekochten Nudeln in eine Schüssel.  
  2. Gib Koriander und die Zwiebeln hinzu.  
  3. Dann kommt eine großzügige Kelle der Suppe zu den Nudeln.  
  4. Garniere die Schüssel mit den frittierten Nudeln und etwas Kokosnusscreme. 
Sofort genießen und von Thailand träumen!