Dienstag, 24. Oktober 2017

Ketchup - ein Familienrezept.


...hmmmm, die letzten Tomaten am Strauch sind doch immer die besten! 
Der Sommer ist nun endgültig vorbei. Und bevor Kürbisse, Pastinaken und Kohlköpfe unsere Küchen komplett erobern, habe ich noch ein letztes spätsommerliches Rezept für euch.
Bei uns gibt's keinen gekauften Ketchup im Kühlschrank. Ich mag dieses überzuckerte Zeug einfach nicht. Und wenn man einmal dieses Rezept hier probiert hat, möchte man nie wieder diese künstliche Pampe auf dem Teller haben. Mein Großtantchen Irmgard hat dieses Rezept vor vielen, vielen Jahren aufgeschrieben und ich bin damit groß geworden. Ein echter Familienklassiker also. 

So geht's:

etwa 3 kg reife Tomaten
6 EL Zucker
2 EL Salz
6 Zwiebeln (klein geschnitten)
1 Tasse Essig
Nelken
ganze Pfefferkörner
Pimentkörner
Lorbeerblätter

Alle Zutaten weichkochen lassen und anschließend mit der flotten Lotte passieren. Die entstandene Tomatensauce bei mittlere Hitze dick einkochen lassen und dann in sterilisierte Schraubdeckelgläser füllen. Die Gläser auf den Kopf stellen und abkühlen lassen. Fertig! Es ist wirklich so simpel, wie es klingt!

Jeder, der mit uns schon einen Grillabend verbracht hat, möchte nun auch keinen anderen Ketchup mehr. Probiert es aus! Ich bin gespannt, was ihr sagt!

Sonntag, 10. September 2017

Gastfreundschaft - Ein Rezeptbuch der Gemütlichkeit.


Elissavet Patrikiou ist Fotografin und Kochbuchautorin mit dem Herzen am richtigen Fleck. "Meze" durfte ich euch bereits vorstellen, mittlerweile ein Klassiker in unserem Kochbuchregal! In ihrem neuen Buch "Gastfreundschaft" erschienen im Hölker Verlag versammelt sie nicht nur Rezepte köstlichster Gerichte, die sich für großartige (Koch)Erlebnisse mit Familie und Freunden eignen - sie schafft ein wahres Fotoalbum der Freundschaft, der Gastlichkeit - des Lebens. 



Das Buch macht einfach Spaß! Ich könnte sofort los, um mit Felix und allen anderen am Strand von Norderney über dem offenen Feuer einen so köstlichen Muscheltopf zuzubereiten, ganze Fische am Stock zu grillen und beim Sonnenuntergang frische, heiße, knusprige Waffeln aus der Glut zu holen...




Auf 240 Seiten nimmt uns Eli mit in ihre Welt. Sie stellt uns die Menschen vor, die ihr im Leben begegnet sind, die sie bereits sehr, sehr lange kennt oder eben auch nur ganz kurz. Was alle gemeinsam haben? Sie kochen leidenschaftlich gerne und teilen ihre Köstlichkeiten mit ihren Liebsten. Und das tolle am Buch? Es ist nichts inszeniert. Hier spielt das wahre Leben:
In Charlys Küche wird "Charlys Curry-Schmackofatz" zubereitet - ein leckeres Curry-Kartoffel-Gratin. Bei Karen und Vijay gibt es herrliche Halloween-Kürbissuppe, Glühwein und köstliche Bratäpfel mit Vanillesauce. Nut wenige Seiten später findet man sich in Bao's Welt wieder: Hier gibt es Dampfknödel und herrliche vietnamesische Nudelsuppe. Und so taucht man ein in die 13 Küchen authentischer Persönlichkeiten. Ohne Schnick und ohne Schnack. Man will an ihren Tischen Platz nehmen und einfach nicht wieder aufstehen. Am Ende reist man durch die Küchen der Welt - mitten in Deutschland.






"Essen ist Leben." Das sagt Elissavet im Vorwort. Liebe Eli,
Danke, dass du uns mitnimmst und wir eintauchen dürfen in die Welt echter (Gast)Freundschaft - in das echte Leben!

Zeit also, für ein kleines Fest der Gemütlichkeit mit den Liebsten! Wartet nicht auf große Anlässe! Feiert die Feste einfach, wie sie fallen! Ohne viel Schnick, ohne viel Schnack. Dieses Buch ist dafür ein wunderbarer Begleiter!

Mittwoch, 16. August 2017

So lecker - Zwiebelmarmelade.


Wow, das nenne ich mal eine lange Pause auf Elbekind - ein fauler Sommer so zusagen. Aber so faul war der Sommer bisher eigentlich gar nicht. Ganz im Gegenteil! Es war super viel los! Das große Mädchen ist jetzt wirklich groß. Sie hat die Grundschule hinter sich gelassen und ist nun auf dem Gymnasium. Meine alleralleraller beste Freundin hat geheiratet. Ich durfte ihre Trauzeugin werden. Was für ein Junggesellinnenabschied in Berlin und was für ein rauschendes Fest in Magdeburg! Ich kann es kaum erwarten, endlich die Hochzeitsbilder zu sehen! Wir hatten eine tolle Woche in Apulien - so heiß, so lecker, so entspannt! Wir haben viel gekocht, gelesen und gelacht. Wir waren auf Konzerten. Und wir waren bei alten und bei neuen Freunden zu Besuch. Ich freue mich schon riesig darauf, bald über all das zu berichten!

Und schon wieder steht ein ereignisreiches Wochenende vor der Tür. Unser kleines Mädchen hat Geburtstag. Seit gefühlten 1000000000 Tagen zählt sie nun schon die Tage rückwärts. Am Sonntag ist es endlich soweit! Wir werden es ganz gemütlich angehen. Die Familie kommt zu Besuch, ein paar liebe Freunde auch. Das Wetter verspricht fein zu werden. Eine gute Gelegenheit also, etwas Leckeres auf den Grill zu schmeißen. Dazu wird es zwei köstliche Saucen geben, die einfach immer dazu gehören: Tante Irmchens Ketchup und Zwiebelmarmelade - beides natürlich selbst gemacht. Und da es der Garten in diesem Jahr sehr gut mit uns meint, hatte ich schon reichlich Zwiebeln und Tomaten zum Einkochen und Konservieren. Unser Keller ist also schon gut gefüllt. Nur die Zwiebelmarmelade - bald ist sie wieder alle. Los geht's also, Nachschub muss her! Und so geht's

Für ca. 4 Gläser benötigt man:

1,2 kg rote Zwiebeln
250 g Rohrzucker
etwas Olivenöl
einige frische Thymianzweige
150 - 250 ml Rotwein
250 ml Balsamico-Essig
Salz und schwarze Pfefferkörner, frisch gemahlen

Zwiebeln schälen und in Scheiben schneiden.

Die Zwiebeln in einer großen Pfanne oder in einem Bräter mit einem Schuss Olivenöl glasig dünsten. Vorsicht! Sie sollten nicht braun werden! Dann den Rohrzucker dazugeben und mit den Zwiebeln verrühren, bis er beginnt, leicht zu karamellisieren.

Die Zwiebeln mit Essig und Rotwein ablöschen und den Thymian dazugeben. Auf mittlerer Hitze alles gut einkochen, bis die Flüssigkeit so gut wie verkocht ist. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und die fertige Marmelade noch heiß in sterilisierte Schraubdeckelgläser füllen, die Gläser auf den Deckel stellen und abkühlen lassen. Fertig und so unglaublich lecker!

Demnächst verrate ich euch das Rezept von Tante Irmchens Ketchup. Ein echter Familienklassiker sag ich euch! Bis ganz bald!

Sonntag, 11. Juni 2017

Süßes Glück - Holunderblütensirup.


Die frühe Sonne lacht vom blauen Himmel. Die Nachtigall singt und hier und da hört man den Kuckuck. Süß duftet die Luft. Der Holunder blüht und verströmt seinen zarten Duft. Herrlich! Es ist Sommer! Gleich morgens habe ich mich auf den Weg gemacht, um die hübschen kleinen Blüten zu pflücken. Zurück zu Hause habe ich Likör und Holunderblütensirup angesetzt.

Ja der Sirup - irgendwie sind wir keine Freunde. Ich liebe den süßen Geschmack in Cocktails, Nachspeisen oder einfach aufgegossen mit kaltem Wasser und mit einigen Stängeln frischer Minze als Limonade. Deshalb habe ich im vergangen Jahr gleich ganz viel hergestellt, um den ganzen Winter etwas davon zu haben. Leider ist mir der Sirup schlecht geworden. Und das schon das dritte Jahr in Folge. Deshalb habe ich all meine Bücher gewälzt und die Oma befragt. Mit diesem Rezept geht man auf Nummer sicher, um den Sirup richtig haltbar zu machen.




Für etwa 1,5 Liter benötigt man:

ca. 15 frisch gepflückte Holunderblütendolden
1 unbehandelte Biozitrone
1,2 kg Zucker
1,5 l kochendes Wasser
sterilisierte Schraubflaschen oder Schraubdeckelgläser

Die Zitrone mit kochendem Wasser überbrühen, um alle Keime zu entfernen. Dann die Zitrone in feine Scheiben schneiden.

Die Holunderblütendolden vorsichtig ausschütteln und so kleine Käfer entfernen. Waschen sollte man die Dolden nicht. Dann geht der feine Blütenstaub verloren.

Holunderblüten und Zitronenscheiben in eine Schüssel geben und mit dem kochenden Wasser übergießen. Lasst die Schüssel über Nacht an einem kühlen Ort abgedeckt ruhen.

Nehmt am nächsten Tag ein großes feines Sieb und fangt alle Flüssigkeit in einem Topf auf. Dabei die Holunderblüten und die Zitronen gut auspressen.

Hinzu kommt der Zucker. Lasst die Flüssigkeit bei großer Hitze einige Minuten sprudelnd kochen. Dann kommt der heiße Sirup in die Flaschen und Gläser, abkühlen lassen und fertig.

An einem kühlen Ort lässt sicher Sirup bis zu einem Jahr aufbewahren.


Donnerstag, 11. Mai 2017

Mallorca und die Feigenmarmelade.




Ach Mallorca, wie sehr werde ich dich vermissen. Eigentlich ist es Tradition bei uns. Seit über zehn Jahren fliegen wir mindestens einmal auf unsere Lieblingsinsel. Oma, Opa, Onkel, Nichte und Neffe - alle sind dabei. In diesem Jahr haben wir uns für ein neues Reiseziel entschieden - Apulien. Ich bin schon sehr gespannt! Dennoch schaue ich etwas wehmütig auf die Bilder unserer letzten Mallorca Reise.

Wir hatten eine wunderbare Finca. Wir durften bei Tomeu Ventayol zu Gast sein - ein Künstler, der viel Geschmack und Liebe in die Sanierung des wunderschönen Hauses gesteckt hat. Die Finca Son Pastor findet man in Artá. Ein kleines Städtchen im Norden der Insel - bekannt für seine Galerien und den schönen Markt. Das großzügige Haus ließ unsere Herzen höher schlagen. Die Kinder hatten auf dem großen Grundstück mit all seinen alten Olivenbäumen viel zu erkunden. Der Pool wurde sowieso sofort beschlagnahmt. Der Außengrill lud zu gemütlichen Abenden ein und die großzügige Küche erlaubte viele Experimente mit den regionalen Zutaten vom Markt. 



















Zum Glück wurden auf der Insel gerade noch die letzten Feigen geerntet. Grund genug, daraus eine herrliche Marmelade zu kochen. Und so geht's: 

Feigenmarmelade

1,5 kg frische Feigen
Saft von 3 Zitronen
500 gr Gelierzucker 3:1

Die Feigen und den Zitronensaft langsam aufkochen bis die Feigen gut zerfallen sind und ein schönes Mus entsteht. Vorsicht! Die Feigen können schnell anbrennen. Also gut rühren. Dann kommt der Gelierzucker hinzu. Die Marmelade gut aufkochen lassen - das Rühren nicht vergessen. Zu guter letzt die Marmelade in sterilisierte Schraubdeckelgläser füllen und auf dem Kopf gestellt abkühlen lassen. Fertig!





Meine persönlichen Highlights auf Mallorca?

Ganz früh am Morgen im Mercat de l'Olivar in Palma ankommen und in der Fischhalle mit einem Gläschen Cava in der Hand den Tag begrüßen. Und wenn man schon mal da ist, kann man den einen oder anderen fangfrischen Fisch für das Abendessen einkaufen.

Die Strände? Die Cala Major in in Palma, Sa Calobra und Es Trenc sind meine Favoriten.

Wenn man schon einmal in Es Trenc ist, sollte man unbedingt an den Salinas d'Es Trenc halten und Salz kaufen. Eine Delikatesse! Die Salzhügel sieht man schon aus der Ferne.

In Sóller sollte man unbedingt am Samstag den Markt besuchen. Oder in Artá (Dienstag). Oder in Santanyi (Mittwoch). Einfach treiben lassen (und vielleicht die eine oder andere Basttasche kaufen).

In Sóller solltet ihr dringend ein Eis bei Fet à Sóller probieren. Besonders natürlich das Orangeneis!

Das kleine Städchen Deià hat es mir sehr angetan. Einfach ins Café setzen und das Gesicht in die Sonne halten. Traumhaft!

Ein weitere Programmpunkt jeder unserer Mallorca Reisen: die Glasbläserei Gordiola.

Ach Mallorca, ich werde dich in diesem Jahr sehr vermissen! Aber wir kommen wieder. Versprochen!!!