Sonntag, 11. Juni 2017

Süßes Glück - Holunderblütensirup.


Die frühe Sonne lacht vom blauen Himmel. Die Nachtigall singt und hier und da hört man den Kuckuck. Süß duftet die Luft. Der Holunder blüht und verströmt seinen zarten Duft. Herrlich! Es ist Sommer! Gleich morgens habe ich mich auf den Weg gemacht, um die hübschen kleinen Blüten zu pflücken. Zurück zu Hause habe ich Likör und Holunderblütensirup angesetzt.

Ja der Sirup - irgendwie sind wir keine Freunde. Ich liebe den süßen Geschmack in Cocktails, Nachspeisen oder einfach aufgegossen mit kaltem Wasser und mit einigen Stängeln frischer Minze als Limonade. Deshalb habe ich im vergangen Jahr gleich ganz viel hergestellt, um den ganzen Winter etwas davon zu haben. Leider ist mir der Sirup schlecht geworden. Und das schon das dritte Jahr in Folge. Deshalb habe ich all meine Bücher gewälzt und die Oma befragt. Mit diesem Rezept geht man auf Nummer sicher, um den Sirup richtig haltbar zu machen.




Für etwa 1,5 Liter benötigt man:

ca. 15 frisch gepflückte Holunderblütendolden
1 unbehandelte Biozitrone
1,2 kg Zucker
1,5 l kochendes Wasser
sterilisierte Schraubflaschen oder Schraubdeckelgläser

Die Zitrone mit kochendem Wasser überbrühen, um alle Keime zu entfernen. Dann die Zitrone in feine Scheiben schneiden.

Die Holunderblütendolden vorsichtig ausschütteln und so kleine Käfer entfernen. Waschen sollte man die Dolden nicht. Dann geht der feine Blütenstaub verloren.

Holunderblüten und Zitronenscheiben in eine Schüssel geben und mit dem kochenden Wasser übergießen. Lasst die Schüssel über Nacht an einem kühlen Ort abgedeckt ruhen.

Nehmt am nächsten Tag ein großes feines Sieb und fangt alle Flüssigkeit in einem Topf auf. Dabei die Holunderblüten und die Zitronen gut auspressen.

Hinzu kommt der Zucker. Lasst die Flüssigkeit bei großer Hitze einige Minuten sprudelnd kochen. Dann kommt der heiße Sirup in die Flaschen und Gläser, abkühlen lassen und fertig.

An einem kühlen Ort lässt sicher Sirup bis zu einem Jahr aufbewahren.


Donnerstag, 11. Mai 2017

Mallorca und die Feigenmarmelade.




Ach Mallorca, wie sehr werde ich dich vermissen. Eigentlich ist es Tradition bei uns. Seit über zehn Jahren fliegen wir mindestens einmal auf unsere Lieblingsinsel. Oma, Opa, Onkel, Nichte und Neffe - alle sind dabei. In diesem Jahr haben wir uns für ein neues Reiseziel entschieden - Apulien. Ich bin schon sehr gespannt! Dennoch schaue ich etwas wehmütig auf die Bilder unserer letzten Mallorca Reise.

Wir hatten eine wunderbare Finca. Wir durften bei Tomeu Ventayol zu Gast sein - ein Künstler, der viel Geschmack und Liebe in die Sanierung des wunderschönen Hauses gesteckt hat. Die Finca Son Pastor findet man in Artá. Ein kleines Städtchen im Norden der Insel - bekannt für seine Galerien und den schönen Markt. Das großzügige Haus ließ unsere Herzen höher schlagen. Die Kinder hatten auf dem großen Grundstück mit all seinen alten Olivenbäumen viel zu erkunden. Der Pool wurde sowieso sofort beschlagnahmt. Der Außengrill lud zu gemütlichen Abenden ein und die großzügige Küche erlaubte viele Experimente mit den regionalen Zutaten vom Markt. 



















Zum Glück wurden auf der Insel gerade noch die letzten Feigen geerntet. Grund genug, daraus eine herrliche Marmelade zu kochen. Und so geht's: 

Feigenmarmelade

1,5 kg frische Feigen
Saft von 3 Zitronen
500 gr Gelierzucker 3:1

Die Feigen und den Zitronensaft langsam aufkochen bis die Feigen gut zerfallen sind und ein schönes Mus entsteht. Vorsicht! Die Feigen können schnell anbrennen. Also gut rühren. Dann kommt der Gelierzucker hinzu. Die Marmelade gut aufkochen lassen - das Rühren nicht vergessen. Zu guter letzt die Marmelade in sterilisierte Schraubdeckelgläser füllen und auf dem Kopf gestellt abkühlen lassen. Fertig!





Meine persönlichen Highlights auf Mallorca?

Ganz früh am Morgen im Mercat de l'Olivar in Palma ankommen und in der Fischhalle mit einem Gläschen Cava in der Hand den Tag begrüßen. Und wenn man schon mal da ist, kann man den einen oder anderen fangfrischen Fisch für das Abendessen einkaufen.

Die Strände? Die Cala Major in in Palma, Sa Calobra und Es Trenc sind meine Favoriten.

Wenn man schon einmal in Es Trenc ist, sollte man unbedingt an den Salinas d'Es Trenc halten und Salz kaufen. Eine Delikatesse! Die Salzhügel sieht man schon aus der Ferne.

In Sóller sollte man unbedingt am Samstag den Markt besuchen. Oder in Artá (Dienstag). Oder in Santanyi (Mittwoch). Einfach treiben lassen (und vielleicht die eine oder andere Basttasche kaufen).

In Sóller solltet ihr dringend ein Eis bei Fet à Sóller probieren. Besonders natürlich das Orangeneis!

Das kleine Städchen Deià hat es mir sehr angetan. Einfach ins Café setzen und das Gesicht in die Sonne halten. Traumhaft!

Ein weitere Programmpunkt jeder unserer Mallorca Reisen: die Glasbläserei Gordiola.

Ach Mallorca, ich werde dich in diesem Jahr sehr vermissen! Aber wir kommen wieder. Versprochen!!! 













Samstag, 8. April 2017

Bärlauchfest.


Man muss die Feste feiern wie sie fallen - finde ich. Der Frühlingsbeginn ist ja schon für sich ein großes Fest. Endlich ist es wieder heller. Überall wird es grün und die Gartensaison startet wieder. Jedes Jahr freue ich mich, wenn der erste Schnittlauch seine grünen Spitzen zeigt. So ein Genuss - eine super frische Scheibe Brot mit Butter, Schnittlauch und einer Prise Salz. Köstlich!

Noch größer ist meine Freude über den ersten Bärlauch. Mit diesen tollen Blättern kann man so viel anstellen, es wächst überall und die Gerichte sind einfach zubereitet. Der große Haken: Bärlauch gibt es nur für wenige Wochen. Also sollte man sich schnell einen großen Vorrat anlegen, um auch später im Jahr von diesem tollen Kraut etwas zu haben.

In diesem Jahr haben wir den Start der Bärlauchsaison kräftig gefeiert. Unser Freund Benni hat eine tolle Stelle zum Sammeln ausfindig gemacht und fast anderthalb Kilo Bärlauch gepflückt. Das war grandios! Also schnell Gäste einladen, Getränke kalt stellen und den Grill entstauben! Gemeinsam haben wir Bärlauchbutter, Pesto und Gewürzsalz hergestellt. Dazu gab es Rinderfilet vom Grill und besten Gin Tonic. Gemeinsam Kochen, Grillen, Essen und die halbe Nacht Durchtanzen - der Abend war perfekt!

Und hier kommen die Rezepte. Also ran an das Kraut - noch wächst es überall! 

 

 

 

 








Bärlauchpesto 

für ein Glas:
2 EL gehackte Mandeln, in der Pfanne leicht geröstet
100 g frischer Parmesan, gerieben
2 Handvoll Bärlauchblätter
1 TL Salz

Bärlauchpesto geht im Standmixer superschnell. Natürlich kann man es per Hand zubereiten, so wie in diesem Video. Also, egal auf welchem Weg - hackt die Bärlauchblätter klein. Dazu kommen dann das Olivenöl, die Mandeln, der Teelöffel Salz und der geriebene Parmesan. Alles gut vermengen, in ein gut verschließbares Glas geben und komplett mit Olivenöl bedecken. Das fertige Pesto hält sich im Kühlschrank etwa eine Woche. 


Bärlauchbutter 

250 g zimmerwarme Butter
1 Bund Bärlauch
feiner Zitronenschalenabrieb von 2 unbehandelten Zitronen
Salz und Pfeffer

Die gewaschenen und gut getrockneten Bärlauchblätter sehr fein hacken. Gebt den Zitronenabrieb und den Bärlauch zur Butter und vermengt alles bis eine glatte Masse entsteht. Würzt die Butter mit Salz und Pfeffer ab.

Die Butter ist ganz phantastisch auf frischem Brot, warmen Baguette oder auf gegrilltem Fleisch.

Ich habe gleich die dreifache Menge gemacht und die Butter portionsweise eingefroren. So kann sie den ganzen Sommer zum Grilleinsatz kommen. 


Bärlauchsalz 

1 kg bestes Meersalz
100 g Bärlauchblätter

Die gewaschenen und gut getrockneten Bärlauchblätter sehr, sehr fein hacken und dann gut mit dem Salz vermengen. Gebt die ganze Mischung auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech und lasst sie sehr gut trocknen. Macht das auf jeden Fall draußen. Der Geruch ist fürchterlich. Aber am Ende ist das Salz super lecker. Damit lässt sich allerhand würzen, zum Beispiel Grillfleisch oder Kartoffeln in Salzkruste.

Mittwoch, 29. März 2017

Fundstück der Woche mit Suchtpotenzial: Karamell von Frl. Diehl.


Karamell, wie sehr ich dieses samtige, süße Gold liebe! Und das in all seinen Facetten. Entweder als Karamellsoße, als Karamellbonbons, als Eis oder Brotaufstrich. Ich komme daran einfach nicht vorbei. Nur leider findet man gute Karamellprodukte sehr selten. Im Supermarkt bin ich noch nie fündig geworden. Selbst in Feinkostläden ist es schwierig. Aber zum Glück - und was für ein Glück - bin ich über den hübschen kleinen Onlineshop von Frl. Diehl gestolpert. In ihrer kleinen Karamellwerkstatt in der Koblenzer Vorstadt zaubert sie die allerfeinsten Köstlichkeiten. Wieso und wie? Frl. Diehl's kleine Geschichte geht so:

Karamell - immer und überall Karamell
 

Jeden Urlaub ist es das Gleiche: Ob im kleinen Bergdorf in Frankreich oder im schwedischen Stockholm: Man findet Karamell auf jedem Wochenmarkt und in kleinen Süßigkeitenlädchen: Feines, weiches Karamell - mit Salzgeschmack, mit Kaffee, mit Zimt, mit - wo soll man anfangen und aufhören? Und dann stellt man zu Hause fest, dass die Karamellbonbons hier entweder steinhart oder bröckelig wie trockener Sand sind. Und dabei könnte es doch so schön sein, wie früher: Karamellbonbons wie bei der Oma. Warum gibt es das nicht mehr so?

 

…und da sind sie wieder die Erinnerungen von früher - am Küchentisch die Beine baumeln lassen, das Butterbrotpapier raschelt beim Aufwickeln, wird schnell die Hosentasche gestopft und die Bonbons sind herrlich weich und zerfließen auf der Zunge mit einem warmen Vanille-Karamellgeschmack. Wie macht man denn eigentlich Karamell? Das Karamell von Frl. Diehl besteht aus nur vier einfachen und unverfälschten Bestandteilen: Zucker und echte Butter für den goldig-warmen Karamellton, Sahne und hochwertige Glukose für die weiche und schmeichelnde Konsistenz und die einzigartigen Gewürze und flockiges Meersalz von Pfeffersack & Söhne für den letzten Schliff. Mehr braucht man nicht und mehr darf es auch nicht sein.
 

Karamell kochen ist eine langsame Kunst
 

Langsam rühren & im Kupfertopf brodeln lassen bis der Zucker golden ist, warten, rühren, warten und dann mit viel Erfahrung und Geschick den Moment abpassen, bis die Masse in großen Blasen blubbernd endlich die richtige Konsistenz und Temperatur hat. Vorsichtig in die Form gießen und über Nacht erkalten lassen - auch Bonbons brauchen ihre Ruhe - schneiden und einzeln wickeln. Viel Arbeit und Mühe stecken in jedem einzelnen Bonbon und das schmeckt man auch. 

Und so hat Frl. Diehl lange ausprobiert und getestet und ehrlich gesagt haben sich ihre Freunde als (freiwillige) Tester am meisten gefreut. Mit dem Ergebnis sind sie unendlich zufrieden - und die Freunde gibt es auch noch.

 

Leckeres zu kaufen gibt es allerlei. Von einem traumhaften Aufstrich, leckerem Müsli bis hin zu den klassischen Bonbons in überraschenden Geschmacksrichtungen ist alles dabai. Schaut einfach mal im Shop vorbei! Einen kleines Extra hat Frl. Diehl auch noch für euch: Gebt den Code KCS84D bei eurer Bestellung im Textfeld an und sie packt pro Tüte Karamellbonbons 20 Prozent mehr Köstlichkeiten ein. Aber Vorsicht! Suchtgefahr!!! Und sagt nicht, ich hätte euch nicht gewarnt!