Mittwoch, 14. September 2016

Einmal um die Welt kochen: Neuseeland.


Ach Neuseeland... Wie lange stehst du schon auf unserer Reiseliste. Zuletzt, als unsere Kleine auf die Welt gekommen ist und wir unbedingt - so wie es irgendwie alle machen - unsere Elternzeit am anderen Ende der Welt verbringen wollten. Am Ende haben wir uns nicht getraut. Die Kleine war so unruhig, hat viel geweint. Da war der Respekt vor einer solchen Reise groß. 

Fünf Jahre später sage ich: Schade. Hätten wir es nur gemacht. Wir hatten die Zeit, keine Schule im Nacken, keine Urlaubstage, die jedes Jahr viel zu knapp sind. Von der Reiseliste gestrichen haben wir dieses wundervolle Land aber nicht. Ganz im Gegenteil. Der richtige Zeitpunkt wird kommen. So lange träumen und vor allem kochen wir uns einfach nach Neuseeland.

Zum Glück bietet der Knesebeck Verlag den richtigen Begleiter dafür. Das Grosse Neuseeland Kochbuch verspricht 190 Rezepte gegen das Fernweh. Genau richtig für uns. Und es hält, was es verspricht!


Über neun Monate reisten Murray Thom und sein sympathisches Team quer durch das Land. Auf 432 Seiten stellen sie tolle Menschen vor, die alle eins gemeinsam haben: Die Leidenschaft für gutes Essen. Es macht so viel Spaß, all diese tollen Menschen ein klein wenig kennenlernen und in ihre Kochtöpfe schauen zu dürfen.  Und ob Rhabarber-Apfel-Crumble, Hühnerpastete oder Langusten, Rillet vom Schwein oder langsam geschmorte Lammschulter und Pflaumen-Mandel-Kuchen - alle Rezepte machen so viel Lust aufs Loskochen.

Besonders gut hat uns Ben Bayly und seine Familie gefallen. Als Koch ist er sehr beschäftigt. Umso mehr genieß er die Zeit mit seinen beiden Mädels, die schon gerne in der Küche mit anpacken. "Es ist wichtig, dass Kinder sich die Hände schmutzig machen und Löffel ablecken können, nur so können sie ihren Gaumen schulen und Spaß am Kochen entwickeln", sagt Ben. So sehe ich das auch. Also ran an den Herd. Es gibt Lammfleischbällchen an Kräuter-Pasta.



Die Kräuter-Pasta 

Man benötigt:
300 g Weizenmehl Typ 00
5 Eigelb
1 Ei
1 Prise Salz, plus etwas Salz fürs Nudelwasser
20 g frischer Kerbel

20 g frische Petersilie
etwas kalt gepresstes Olivenöl

Mehl, Eigelbe, ganzes Ei und Salz in einer Rührschüssel mit dem Handrührgerät oder in der Küchenmaschine vermengen. Die Mischung auf einer leicht bemehlten Fläche zu einem festen Teig verkneten. Mit Frischhaltefolie abgedeckt 30 Minuten lang ruhen lassen. 


Den Teig mit der Nudelmaschine 2-3 mm dick ausrollen, zweifach falten und erneut auf 2-3 mm Dicke ausrollen. Dann auf der Arbeitsfläche auslegen und eine Hälfte mit den Kräutern bedecken. Die zweite Hälfte darüber schlagen und leicht mit der Handfläche andrücken, um die Kräuter im Teig einzuschließen. 

In der Nudelmaschine auf 1-2 mm Dicke ausrollen. Die Pasta mit einem scharfen Messer in 2 1/2 cm breite Nudeln schneiden. 

1 Minute lang in sprudelndem Salzwasser kochen, abgießen, im Topf mit Olivenöl durchheben und servieren.  






Dazu die Lammbällchen 

Man benötig:

Für die Fleischbällchen
etwas Olivenöl
2 braune Zwiebeln, halbiert und in kleine Würfel geschnitten
200 g Vollkornbrot, in Würfel geschnitten
75 ml Milch
1 Lammschulter, vom Knochen gelöst und in Streifen geschnitten
100 g frischer Blattspinat oder Mangold
50 g frischer Rosmarin, fein gehackt
50 g frischer Thymian, fein gehackt
30 g Salz

Für die Sauce
3 Schalotten, fein gehackt
2 Knoblauchzehen, zerdrückt
1 Prise Chiliflocken
75 ml sehr hochwertiges Olivenöl
500 g geschälte Tomaten aus der Dose
1 EL Honig

Etwas Olivenöl in eine Pfanne geben, die Zwiebelwürfel darin karamellisieren lassen, bis sie süß und weich sind, dann abkühlen lassen. 

In der Zwischenzeit die Brotwürfel in einer großen Schüssel mit Milch übergießen und einweichen lassen.

Den Backofen auf 220 °C vorheizen und ein Backblech mit Backpapier auslegen.

Die abgekühlten Zwiebelwürfel, das Fleisch und die restlichen Fleischbällchen-Zutaten zu den Brotwürfeln geben und alles miteinander vermischen. Die Mischung durch den Fleischwolf (mittelfeine Siebplattenöffnung 4 mm) in eine große Rührschüssel drehen. Den Fleischteig 1 Minute lang bei mittlerer Geschwindigkeit mit dem Handrührgerät  oder in der Küchenmaschine durchkneten, bis alles gut vermengt und leicht klebrig ist. Den Fleischteig mit angefeuchteten Händen in 40-g-Portionen aufteilen, zu Bällchen formen und auf das Backblech setzen. Für vier Minuten in den Ofen geben, damit die Außenseite fest wird und die Fleischbällchen leichter zu grillen oder zu braten sind.

Für die Sauce in einer Pfanne Schalotten, Knoblauch, Chiliflocken und Salz im Olivenöl anschwitzen, bis sie weich sind, aber noch nicht bräunen. Tomaten und Honig hinzugeben und alles 5 Minuten lang köcheln lassen, bis die Tomaten zerfallen.

In der Zwischenzeit in einer zweiten Pfanne die Fleischbällchen rundum in etwas Olivenöl anbräunen (oder bei kräftiger Hitze grillen). Die Tomatensauce in die Pfanne über die Fleischbällchen gießen und alles 5 Minuten köcheln lassen, bis die Fleischbällchen vollständig durchgegart sind.

All das mag sehr aufwendig klingen. Aber ich sag euch - mordslecker! Die Kinder haben es geliebt!

Guten Appetit!






Mittwoch, 17. August 2016

Geburtstagswoche - Die Einladung.

Huch, schon wieder ist ein Jahr vorbei. Und schon wieder blicken mir jeden Morgen riesige, aufgeregte Kinderaugen tief in meine schläfrigen Mutteraugen und teilen mir mit "Noch 10, 9, 8, 7, 6.... Tage und ich werde fünf!!!!!"
An Tag 30 vor dem großen Spektakel haben wir super schnell die Partyeinladungen selber gemacht - mit dem Handy und meinen Lieblingsfotoapps in nur fünf Schritten. Hier kommt das Vorher-Nachher:




Und so geht's:
 
Schritt1: Foto aufnehmen.
 
Schritt 2: Foto mit VSCO bearbeiten.

Meine absolute Lieblingsapp zur Fotobearbeitung per Handy. Ich bearbeite zuerst zum Beispiel den Kontrast und die Helligkeit des Bildes. Im zweiten Schritt lege ich einen meiner Lieblingsfilter drauf. Das sind derzeit HB1 und HB2 oder A5 und TK, je nach Stimmung des Bildes. VSCO ist eine wirklich, wirklich tolle App zur Bearbeitung aber auch zum Teilen von Bildern in der VSCO Community. Ich nutze die App fast jeden Tag. Es gibt sie für IOS und Android. 

Schritt 3: Special Effects und Cliparts mit picsart hinzufügen.
Hier sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Sich einfach ein paar Minuten mit den Funktionen der App vertraut machen und loslegen. Die App läuft auf allen Betriebssystemen.

Schritt 4: Postkarte bestellen über Lalalab - gibts auch für Android und IOS.
Die Qualität der Postkarten ist wirklich super, also Daumen hoch!

Schritt 5: Fertige Karten in toller Qualität samt Umschläge aus dem Briefkasten holen, wenn nötig noch einen Text ergänzen und verteilen.

Tata!!! Fertig.
Schon hat man eine individuelle Geburtstagseinladung in nur wenigen Minuten erstellt.

 
Folgende Infos sollten auf der Einladung zum Kindergeburtstag nicht fehlen:
  • Wer feiert wann und wo?
  • Gibt es ein Motto?
  • Was soll mitgebracht werden, zum Beispiel Badesachen, Schlafsack, Taschenlampe, Gummistiefel... je nach Thema und Programm.
  • Wann soll der kleine Gast wieder abgeholt werden?
  • Bitte um kurze Zu- oder Absage bis zum TT.MM.JAHR unter der Telefonnummer XY.
Ach, und wenn ich noch eine App empfehlen darf, dann ist es ARTIFACT UPRISING. Über diese App habe ich ratzfatz einen ganzen Stapel Instagram Bilder bestellt, die nun die Wand in meinem neuen Büro schmücken. Auch diese Prints haben eine tolle Qualität, wenn man handwerklich gut gemachte Drucke in matter Optik mag.


Habt ihr auch eine Lieblingsfotoapp? Ich bin gespannt auf eure Tipps!

Freitag, 15. Juli 2016

Und tschüss...


Ein Gruß aus Oma's Küche.

Heute habe ich ein Rezept aus Oma's altem Küchenbüchlein für euch: Eingelegte Gurken oder auch bekannt als Delikatessgurken. Ich habe im Frühjahr Gurkenpflanzen geschenkt bekommen, die sich zu meiner Überraschung prächtig entwickelt und schon mehrere Kilo kleiner grüner Schätze abgeworfen haben. Also habe ich sie wie zu Oma's Zeiten eingelegt. Super knackig und gut gewürzt sage ich euch!


Das braucht ihr:
2 kg Gurken
Dill (am schönsten die ganz langen Pflanzen mit den hübschen Blüten)
1 TL Pfefferkörner
1 TL Piment
1 EL Senfkörner
1 Lorbeerblatt
Gemüsezwiebeln in Scheiben geschnitten
3/4 L Essig
3/4 L Wasser
100 g Zucker
30 g Salz

Zunächst braucht ihr in heißem Wasser sterilisierte Einmachgläser. Auf die verteilt ihr die geputzten Gurken, den Dill und die Zwiebelscheiben (ich habe extra nicht gesagt wie viele, da das ganz und gar Geschmackssache ist).

Derweil lasst ihr Essig, Wasser, Zucker, Salz und alle anderen Gewürze zusammen im Topf aufkochen.

Den heißen Gewürzsud auf die Gläser verteilen bis alle Gurken bedeckt sind.

Gläser gut verschließen und die Gurken mindestens eine Woche ziehen lassen. Dann schmecken sie herrlich! Ihr könnt sie aber auch einkochen und dann für den Winter einlagern. Wenn ihr Schraubdeckelgläser nehmt, könnt ihr euch das Einkochen sparen. Einfach die gut verschlossenen Gläser auf den Kopf stellen wenn sie noch heiß sind und abkühlen lassen - ganz so wie beim Marmelade einkochen.

Guten Appetit!